Neben den mentalen Hürden beim Schreibeinstieg existieren noch weitere Hindernisse.
• Welche praktischen Stolpersteine erschweren den Schreibeinstieg?
– Zu detaillierte Vorplanung (Plotterproblem):
Zu Beginn einer Geschichte beschäftigen sich viele unter anderem mit dem Weltenbau, den Charakterdesigns und der Handlung, jedoch verlieren vor allem Plotter in dieser Planungsphase den Überblick, sodass sie niemals mit dem eigentlichen Schreibprozess starten.
– Planloses Drauflosschreiben (Pantserproblem):
Mit dem exakten Gegenteil haben Schreibanfänger zu kämpfen, die ohne Vorplanung einfach ihre Ideen zu Papier bringen, wodurch später ärgerliche Plotholes und Strukturfehler entstehen.
– Unausgearbeitete Figuren:
Unklar definierte Charakterkonzepte führen oft dazu, dass Charaktere in kritischen Situationen unglaubwürdig reagieren. Dadurch ähneln viele der narrativen Akteure der Persönlichkeit des Verfassers selbst, oder aber sie treffen total widersprüchliche Entscheidungen, die nicht zu ihrem Hintergrund und den Gegebenheiten passen.
– Zu viel Input:
Das Internet ist überschwemmt von Schreibtipps, -tutorials und -ratgebern und auch wenn diese natürlich nützlich sind, kann Theorie niemals die Praxis ersetzen.
– Fehlender Fokus:
Durch Handys, Internet und soziale Medien fällt es vielen schwer, sich über einen längeren Zeitraum intensiv auf eine Tätigkeit zu konzentrieren. Da die meisten am Computer schreiben, ist die Ablenkung nur einen Klick entfernt.
– Motivationsaufrechterhaltung:
Klassisches Schreiben gilt eher als einsame Aktivität und es ist schwer, dauerhaft am Ball zu bleiben, da die Motivation häufig aus einem selbst resultieren muss.
– Fehlende Geduld:
Sichtbare Erfolge brauchen Zeit und sind mit harter Arbeit verbunden. Niemand ist perfekt und wird von jetzt auf gleich zum Bestsellerautor.
– Fehlende Schreibroutine:
Ohne feste Zeiten und Rituale bzw. selbst gesteckte Zwischenziele bleiben Schreibprojekte oft auf der Strecke.