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Lampshading ist nicht nur ein Fachbegriff aus dem Modebereich, sondern bezeichnet auch eine von Autoren eingesetzte Methode in Geschichten, um eine offensichtliche Störung der Suspension of disbelief abzuschwächen.
Erzählerische Schwachstellen (unrealistische Plotelemente, unglaubwürdige Geschehnisse oder Klischees) werden bei dieser Technik bewusst angesprochen, um von diesen Problemen abzulenken.

• Herkunft und Zweck:
Der Begriff leitet sich von der Analogie eines Lampenschirms ab, der das grelle Glühbirnenlicht zwar abschirmt und streut, aber das Leuchten nicht vollständig blockiert.
Lampshading innerhalb der Erzählung ist also ein Hinweis auf Absurditäten und soll potenzielle Kritik im Nachhinein neutralisieren, sodass der Immersionsbruch bei einer unglaubwürdigen Handlung vom Publikum als weniger dramatisch wahrgenommen wird.

• Tonalität:
Meistens wird auf humorvolle Weise in Dialogen, Gedanken oder durch Meta-Referenzen auf die Probleme hingewiesen.
Wenn der Witz ein echter Schenkelklopfer ist und zum Setting passt, dann entfaltet diese Erzähltechnik besser ihre Wirkung.

• Worin besteht das Risiko?
Besonders bei schwerwiegenden und offensichtlichen Fehlern kann der Einsatz von Lampshading als fauler Ausweg wahrgenommen werden. Immerhin gesteht der Autor sich selbst ein, dass er die Probleme zwar erkannt, aber keine glaubhafte Lösung parat hat.
Natürlich sollte dieses Stilmittel mit Bedacht verwendet werden, es sei denn, man plant, eine Parodie zu schreiben.