Der Prolog ist eine Einleitung, die vor dem ersten Kapitel steht und zur eigentlichen Erzählung dazugehört.
• Zweck:
Der Prolog dient als Einstieg in die Geschichte. Er stellt eine Möglichkeit dar, direkt Spannung zu erzeugen, besonders wenn die Expositionsphase (Aufbauphase) langwierig ist. Außerdem wird der Hauptkonflikt angeteasert, der Grundton der Erzählung gesetzt und erste Hintergrundinformationen werden geliefert.
• Umsetzung:
– Länge: 1-5 Seiten (wesentlich kürzer als normale Kapitel)
– Der Prolog umreißt das Setting, den Hauptkonflikt oder ein handlungsauslösendes Ereignis.
– Im Prolog darf ein Wechsel der Erzählform, -zeit, -perspektive und/oder des erzählenden Charakters stattfinden.
– Zeit- oder Raumsprung: Prologe weichen zeitlich oder räumlich von der Haupthandlung ab. Sie können also vor der eigentlichen Geschichte spielen, als Vorausblende in der Zukunft liegen oder zur selben Zeit an einem anderen Ort stattfinden.
• Anmerkungen:
– Bei komplexeren Genres/Settings wie z. B. historische Romane, epische Fantasy oder Science-Fiction können Prologe auch manchmal länger sein, solange sie handlungsrelevante Informationen enthalten oder eine spannungsgeladene Eröffnungsszene bieten.
– Buchreihen dürfen am Anfang jedes Teils durch einen Prolog eröffnet werden.
• Was sollte vermieden werden?
– Infodump
– langatmige und spannungsarme Prologe
• Hinweis:
Ein Prolog ist optional und sollte einen Mehrwert für die eigentliche Erzählung bieten.