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Bei Filterwörtern handelt es sich um Verben, die Sinneswahrnehmungen und gedankliche Prozesse beschreiben. Der Filter selbst wird genannt, wodurch die Erzählung beispielsweise wie durch eine Sonnenbrille oder ein Hörgerät geschildert wird.

• Filterwortarten:
Sinneswahrnehmungen: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, spüren, usw.
Gedankliche Prozesse: denken, wissen, glauben, bemerken, erkennen, begreifen, realisieren, usw.

• Wieso sollte dies vermieden werden?
Distanz: Fokus wird auf die wahrnehmende Figur und nicht auf das Geschehen selbst gelegt, dadurch entfernt sich der Leser von der Erzählung und es kommt zu einer Störung der Immersion, sodass das Eintauchen in die Geschichte beeinträchtigt wird.
Show don’t tell: Durch den Filter wird beschrieben, was der Charakter fühlt oder wahrnimmt, anstatt direkt die Handlung zu zeigen.
Stil: Die übermäßige Verwendung von Filterwörtern stören das Erzähltempo sowie den Lesefluss, sodass Texte steif, unpersönlich und unschön wirken.

• Beispiele:
❌ Marvin hörte, wie die rostige Tür ins Schloss fiel und wirbelte panisch herum.
✔ Die rostige Tür fiel ins Schloss, sodass Marvin panisch herumwirbelte.

❌ Ich fühlte, wie mein Körper zitterte und mir kalter Schweiß in den Nacken lief.
✔ Mein Körper zitterte und mir lief kalter Schweiß in den Nacken.

Detektiv Conan wusste, dass Kogoro Mori mal wieder mit seiner Theorie auf dem Holzweg war.
✔ Wieder mal war Kogoro Mori mit seiner Theorie auf dem Holzweg.

• Fazit:
Beim Personalen- und Ich-Erzähler sind die Leser entweder an der Seite des Protagonisten oder der Protagonist selbst, daher erfährt das Publikum automatisch, was diese Charaktere wahrnehmen oder gedanklich verarbeiten.
Aus diesem Grund sind Filterwörter oft überflüssig und sollten deshalb nur pointiert verwendet werden.