Jedem Begriff werden prototypische Merkmale zugeordnet, die durch Adjektive näher beschrieben werden. Doch oftmals erzeugt das Grundwort bereits eine sehr spezifische Vorstellung, sodass die allermeisten auch ohne weitere Erläuterungen automatisch ein festes Bild im Kopf haben.
• Beispiele:
– Sichtbare körperliche Merkmale:
Schwerer Elefant
Winzige Ameise
Riesiger Wolkenkratzer
Eckiger Würfel
– Farben:
Blaue Jeans
Brauner Kaffee
Rotes Blut
Grünes Gras
– Material:
Metallisches Schwert
Hölzerner Tisch
Steinerne Burg
Gläsernes Fenster
– Zustand:
Kaltes Eis
Heißes Feuer
Flüssiges Wasser
Stürmischer Wind
– Spezielle Eigenschaften:
Schneller Gepard
Starker Bär
Gebildeter Professor
Süße Glukose
• Wann braucht man Adjektive und wann nicht?
Gerade bei standardmäßigen Eigenschaften bilden diese mit den Oberbegriffen eine feste Einheit. Solche Beschreibungen sollten daher nur situativ verwendet werden, z. B. bei besonders lyrischen Erzählungen:
Das rote Blut hob sich vom weißen Schnee ab und zeichnete ein faszinierendes Muster in die Winterlandschaft.
Wenn Merkmale von der Norm abweichen, sind diese definitiv erwähnenswert, z. B.:
Goldenes Blut
Graue Jeans
Verrückter Professor
Hölzernes Schwert
• Fazit:
Prototypische Eigenschaften sind für die Allgemeinheit oftmals offensichtlich und sichtbar, daher ist ihre Erwähnung in vielen Fällen überflüssig. Meistens bieten solche Adjektive keinen Mehrwert und blähen den Text bloß durch unnötige bzw. bekannte Informationen auf.