Zum Abschluss unserer Antagonistenreihe nehmen wir einen bekannten Bösewicht genauer unter die Lupe, um seinen Einfluss auf die Handlung darzustellen.
• Sauron (Der Herr der Ringe):
Nachdem Isildur den Einen Ring von Saurons Hand abschlug, wurde dieser zwar vernichtet, aber durch seine Verbindung zu diesem magischen Artefakt existierte dessen Geist weiter.
Obwohl der Dunkle Herrscher keinen eigenen Körper mehr hat und in Form eines riesigen Feuerauges auf seinem Turm in Mordor verweilt, ähnelt er nicht nur optisch, sondern auch thematisch einer evil lamp.
Allerdings ist dieser untypische Antagonist alles andere als untätig, obgleich er auf den ersten Blick den Anschein erweckt:
– Mithilfe seines Auges sucht er nicht nur nach dem Einen Ring, sondern behält auch die Geschehnisse der Welt im Blick, um seine nächsten Schritte zu planen.
– Durch den Einen Ring nimmt er Einfluss auf Frodo und dessen Gefährten.
– Sauron nutzt die Palantíri, um Denethor zu manipulieren und Saruman zu korrumpieren.
– Mit seiner Macht erschafft der Dunkle Herrscher Aschewolken, um die Orks vor der Sonne zu schützen.
– Er scharrt alles Böse um sich, um Krieg gegen die freien Völker Mittelerdes zu führen, und glänzt mit einer Vielzahl an Gefolgsleuten: Orks, Uruk-hai, Ostlinge, Haradrim usw.
– Die Nazgûls und Saurons Mund sind hochrangige Stellvertreter, die in seinem Namen sprechen und handeln.
– Durch den Einen Ring ist es ihm möglich, Einfluss auf die anderen Ringe der Macht zu nehmen und so die Menschen, Elfen und Zwerge zu unterwerfen.
Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass Sauron trotz seiner körperlosen Erscheinung als glühendes Auge auf einem Turm alles andere als eine evil lamp ist.
Da er aktiv Pläne schmiedet, strategische Entscheidungen trifft und die Geschehnisse der Welt durch seine Macht stark beeinflusst, fungiert er als Architekt des Bösen.
Tolkien greift auf Figurenarten und dramaturgische Mittel zurück, um Saurons Macht und Einfluss darzustellen.