Schon vor der Auswahl der Testleser sollten sich Autoren unbedingt ein paar Gedanken machen, wem sie ihr Herzensprojekt anvertrauen und was ihre eigenen Erwartungen sind, denn dies kann einem im Nachhinein sehr viel Frust ersparen. Dementsprechend sollten natürlich auch Vorbereitungen getroffen werden.
• Wer eignet sich als Testleser?
– Familie
– Freunde
– Externe aus der Buchbubble (Autoren, Blogger etc.)
➜ Häufig gehört das nahe Umfeld zu den Alpha-Testlesern, da das Vertrauen hier am größten ist, allerdings ist das Feedback hier meist wohlwollender und wenig kritisch. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Komfortzone zu verlassen und die Meinung von Fremden einzubeziehen.
• Nach welchen Kriterien werden Testleser ausgesucht?
– Vertrauen: Das Wichtigste ist es, sich ein umfassendes Bild zu machen, bevor man das Herzensprojekt in fremde Hände gibt.
– Zuverlässigkeit: Besprochene Deadlines sollten eingehalten werden.
– Expertise: Gerade Autoren, die dasselbe Genre bedienen, eignen sich fantastisch, um Erfahrungen zu teilen und Tipps für den Feinschliff zu geben.
– Zielgruppenorientiert: Feedback von der potenziellen Leserschaft liefert dem Autor die Sichtweise des Publikums.
– Reichweite: Testleser mit größeren Communitys können Autoren eine Bühne für ihre Werke zur Verfügung stellen.
• Worauf sollte geachtet werden?
– Spielregeln & Zeitpläne klar kommunizieren. Was wird erwartet, z. B. Inhalt nicht an Dritte weitergeben, keine unbesprochenen Leaks usw.
– Konstruktives Feedback einfordern.
– Fragebögen zum Ankreuzen mit Begründungsfeldern sollten vorab erstellt werden, um es den Testlesern möglichst einfach zu machen, das Feedback zu erteilen.
– Verschwiegenheitsklauseln sind eine Möglichkeit, sich im Zweifel abzusichern.
• Fazit:
Durch ein breites Spektrum an verschiedenen Testlesern erhalten Autoren ein vielfältigeres Feedback. Außerdem sollten am besten immer mehrere Testleser eingespannt werden, falls welche sich als unzuverlässig erweisen, sich nicht mehr melden oder einfach so von der Bildfläche verschwinden.